Tollkühne Frauen…

…IN IHREN ROLLENDEN KISTEN

„Die Anschauung ist das allgemeine Fundament
aller menschlichen Erkenntnis, allen menschlichen Wollens,
allen menschlichen Leidens und Tun.“
„Es ist mir zur Unwidersprüchlichkeit klar geworden,
um wie viel wahrhafter der Mensch durch das, was er tut,
als durch das, was er hört, gebildet wird.“
Pestalozzi

Kinder kennen keine Grenzen, sie sind Botschafter der Zukunft.
Der Schrei nach Bildung in einer Zeit, die so viel Neues entdeckt, die das Kind neu sieht, eine Zeit, die die Erziehung und Ausbildung der Kinder zeitgemäß gestalten will, muss notwendig neue Wege gehen. Die Riebesamstiftung bemüht sich seit Jahren, und das mit Erfolg, im bildnerischen und musischen Bereich, wenn auch im engeren Kreis, diese Lücke zu schließen.

Tollkuehne-FrauenDas Kind kommt aus eigenem Antrieb zum Zeichnen, Malen und Gestalten. Schon mit zwei Jahren wird es sich bildhaft ausdrücken können und wollen. Zunächst ist es Neugierde und Erkundungsfreude, die das Kleinkind erste Erfahrungen sammeln lässt, so wird es sich bald gerne gezielt mit den gefundenen Mitteln beschäftigen.
Etwa vom achten Lebensjahr an verlässt das Kind die magische Phase spontanen Schaffens. Es möchte die Dinge in ihrer vollen Realität in den Griff bekommen. Dieser neuen Situation steht es zunächst meist hilflos und alleingelassen gegenüber. Als Dozentin muss mir bewusst sein, wie ich dem wachsenden gestalterischen Bedürfnis der Kinder mit einem verstärkten Ideen- und Materialangebot gerecht werden kann. Gleichzeitig muss ich die jetzt beginnenden unterschiedlichen Ansprüche der Jungen und Mädchen berücksichtigen und sie für ein gemeinsames Thema begeistern.
Das Bild – als Produkt – das zielstrebig für diesen Themenbereich erarbeitet wurde, ist wichtig, weil es den erwachenden Leistungswillen befriedigt. Es fordert Kraft und Fähigkeit zur Geduld, Genauigkeit, Bestimmung der Farben und Formen, Einhaltung der gestellten Aufgabe und Entwicklung der Phantasie. Die Berücksichtigung kindlicher Emotionen und Träume sowie dessen Umsetzung in eine eigene bildhafte, künstlerische Sprache war das Ziel dieser Aufgabe. Die Kinder konnten sich mit allen Sinnen als Akteure ihrer eigenen Umwelt begreifen. Sie zeigen ihre ganz eigene Sicht der Dinge und Handlungen in unterschiedlichen Größenverhältnissen, verschobenen Perspektiven und mit einer emotionalen, phantasievollen Farbenwelt. Sie malten Bekanntes und weniger Bekanntes, aber in ihrer Art etwas Besonderes. Daneben wurde die Neugierde darauf geweckt: Ob man wohl etwas Schwereres auch kann?

Tollkuehne-Frauen2Dieses zeigt, wie viel psychologisches Fein- und Verantwortungsgefühl dem Dozenten dabei abverlangt werden. Die Kinder der zweiten Schaffensperiode entwickeln nämlich ganz bestimmte Seh- und Verhaltensweisen. Diese äußern sich beim Zeichnen und Malen in dem Bemühen um die Darstellung des Raumes und der Figur durch neue charakteristische Darstellungsweisen.

In unserer Ausstellung geht es nicht darum, die Kunstwerke zur Schau zu stellen, sondern die intensive Gestaltungskraft der Kinder für sich sprechen zu lassen. Diese lebendige, teils humorvolle KiKunst der Riebesamstiftung ist jenseits von Reflexion und Kontrolle entstanden. Kunst ist bei uns als kreative Formel zu verstehen, denn Kreativität verhält sich wie ein Muskel, ein frühes Training stärkt ihn, gebraucht man ihn nicht, verkümmert er.

Kunst ist  Kunst, wenn jemand sagt, dass es Kunst ist…

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