„Wer is(s)t Mc Börger?“

„Die Augen sind das Tor zur Seele.“

BoergerMärchen erzählen über mehr als das alltägliche Leben. Es geht um das Gelingen des Lebens, über das Bewältigen von Schwierigkeiten und darum, wie wichtig menschliche Wärme und Freundschaft sind. Hier ist Theaterkunst ein geeigneter  Vermittler von ästhetischer Welt und Selbsterfahrung, eine Welterkundung, die denen der Künstler sehr ähnlich ist, neugierig und sehr experimentell. Theater ist ein besonderer Raum der Kommunikation und fördert den untrennbaren Zusammenhang von Beobachten und Gestalten. Die Auseinandersetzung mit Formen, Farben, Dingen, Körpern, Bewegungen, Klängen und vor allem Worten, regt alle Sinne an, macht kreativ. Kommt es zu einer Aufführung, werden in erster Linie das Selbstvertrauen, die Selbstwahrnehmung und die sozialen Fähigkeiten der Kinder gestärkt.

Unser Pilotprojekt „Wer is(s)t Mc Börger?“ basiert auf der Idee von Tim Wohlfarth, 11 Jahre, Schüler meiner Malklasse der Riebesamstiftung. Tims übersprudelnder Ideenreichtum an Skizzen und Schrifttum überzeugte und beeindruckte. Sie stellen psychische Wachstums- und Reifungsprozesse dar, und bei ihrer Entschlüsselung offenbaren sie Weisheiten und Erkenntnisse, die auch für Erwachsene richtungsweisend sein können. Also eine Fülle an Potential, die die Basis für ein Theaterstück mit Figuren geradezu anbietet (siehe mittleres Bild links). Dadurch genötigt schrieb ich das Script, das die Ausdrucksweise der Kinder, ihre Ansichten und ihre Lebenswelten wiedergibt.

Das Handlungsgerüst mit dem Schwerpunkt „Tiere“, zeigt mit Humor und doch tiefem Ernst die Ausbeutung der „nicht menschlichen Tiere“ in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig jedoch auch die Liebe, Hoffnung und Zuversicht, dass am Ende alles gut ausgehen kann und man gestärkt daraus hervorkommt. Auch die Gewaltprävention findet hier ihren Platz, Wege wie sich Konfliktsituationen möglichst gewaltlos lösen lassen. Tim bemerkte einmal dazu: Kein Tier ist auf die Welt gekommen, nur um von uns gequält, misshandelt und zur Belohnung aufgegessen (fressen) zu werden. Das gab zu denken. Aus diesem Gedanken heraus entwickelten wir den Titel und gründeten gleichzeitig unser UÜ10 (unter über 10 Jahre) Figurentheater der Malklasse Riebesamstiftung. Für mich eine positive  Erfahrung und Bereicherung zugleich, dass Kinder und Jugendliche dazu fähig sind, Kunst und Theater erleben zu können. Es war spannend, mit meiner kleinen Truppe (11 Schüler) ein Theaterstück strukturell und gemeinschaftlich zu entwickeln, zu gestalten und umzusetzen, das sie weitgehend selbst bestimmten. Ein Mammutprojekt für alle Beteiligten. Es galt die anfängliche Unsicherheit zu überwinden, Höhen und Tiefen zu erleben, fleißig und pünktlich zu sein und vor allem etwas Freizeit zu opfern. Die Faszination der Arbeit an Mc Börger ist für die Kinder die Motivation, dieses Wagnis immer wieder neu mit  Liebe, Kraft und Disziplin einzugehen, um bis zum Schluss durchzuhalten.

Die inzwischen zum Team zusammengewachsene Gruppe UÜ10 Figurentheater wird sicherlich das junge und auch reife Publikum für den Zauber des Figurentheaters begeistern. Der Einstieg in die Welt der Märchen soll Lust wecken auf kluge Unterhaltung und im weitesten Sinne Antworten suchen, die wesentlich zur Entwicklung des Verständnisses von sich selbst und seiner Mitwelt beitragen.

Ausstattung, Figuren:
Malklasse der Riebesamstiftung, Barbara Schroeder von Buttlar
Script, Spielleitung, und Rezitation: Barbara Schroeder von Buttlar

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