„Winterreise“

„An dich hab ich gedacht.“

Winterreise1Ausgangsthema ist das Psychogramm des Paares Schubert und Grob welche das Sinnbild für die schmerzliche Erfahrung die sie umschließt darstellen. Spuren und Narben, eingegraben in die Archive des Lebens, die Angst, das Leid, die Isolation, die Apathie. Im Maskenspiel wechseln die Zeiten mit Zeiten der Aufarbeitung, wird ein Blick in Schuberts Lebensgeschichte geworfen.

Die Verwandlung des menschlichen Körpers in einen Anderen setzt die Fähigkeit eines inneren Bildes voraus, das meist mehr ist, als man selbst. Mit der bildhaften Vorstellung löst sich der Mensch aus der realen, sichtbaren Welt. Das Andere kann alles sein, was wir nicht wissen, nicht bemerken oder uns nicht bewusst ist. Dies sind nicht nur reale Gegebenheiten, sondern umfasst auch und vor allem unsere Vorstellungswelt. Phantasie, Ängste, Vorstellungen über die geistige Welt – seelische Bilder. Das Spiel mit den Masken benutzt eine bildhafte, symbolische Sprache, eine Verdichtung von etwas, was nicht immer gedanklich oder sprachlich erfasst und ausgedrückt werden kann. Es wirkt im bildhaft analogen Denken. Deshalb ist es oft Sammelpunkt, Knotenpunkt für die Überschreitung von Grenzen zum Übernatürlichen, Magischen.

Der historische Hintergrund

Winterreise2Schuberts Musik und Schuberts Leben, ein Wechsel aus Licht und Schatten, aus Geselligkeit und Einsamsein.

Unter seinen über 2.000 Werken ist die „Winterreise“ geprägt von Trauer, Lebensunlust und Sinnlosigkeit des Daseins. Eine Liebe zerbricht hoffnungslos, der Winter kommt, und der Verschmähte flieht vor seinem Schmerz in eine einsame Wanderung dem Tod entgegen.

Schubert wusste nur allzu gut, welchen Schmerz eine unglückliche Liebe auslösen kann. Das tiefe Gefühl zu seiner Jugendfreundin, der Sopranistin Therese Grob, wird die einzige feste  Liebesbeziehung bleiben und unglücklich enden. Drei Jahre lang träumte er vom Heiraten, doch ihre Eltern hielten den Hilfslehrer nicht für eine geeignete Partie und vermählten sie mit einem Bäckermeister. Zu allem Unglück infiziert er sich im 25. Lebensjahr mit Syphilis. Der Tod hat ihn gestreift und ist von nun an sein Begleiter.

Wie von der Ahnung seines nahen Endes gedrängt, komponiert Schubert unentwegt.
Als er wieder einmal im Krankenhaus verweilt, beginnt er die Arbeit an seiner Winterreise, die er im Herbst 1827 vollendet. Es geht um Liebe, aber auch um Revolution, Leben und Freiheit.   Schubert und Wilhelm Müller, der Textdichter  dieser Wintereise, haben in einer sehr schwierigen Zeit gelebt. Nach dem Wiener Kongress von 1815 kam die Restauration nach Europa mit Enge, Autorität und Zensur. Viele berufliche und private Hoffnungen haben sich zerschlagen. Schubert ist schwer krank. Fieberschauer schütteln ihn… Rennen, Stolpern, Stürzen, Stille.

“Eine Straße muss ich gehen, die noch keiner ging zurück“

Idee, Musikschnitt, Ausstattung und künstlerische Leitung:
Barbara Schroeder von Buttlar

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